Kreuzfahrtschiffe - die Dreckschleudern
Wie auch immer man sich ein Kreuzfahrtschiff vorstellt, ganz sicher nicht als Umweltverschmutzung. Aber genau das ist der Fall, denn ein Kreuzfahrtschiff stößt auf dem Meer genau so viele Schadstoffe aus, wie fünf Millionen Autos, pro Tag etwa 200 Tonnen. Dazu kommt noch, dass Kreuzfahrtschiffe mit Schweröl betrieben werden, einem krebserregendem Material, welches ungefähr so giftig ist wie Asbest. Bei seiner Verbrennung werden große Mengen an Schwefel, Stickstoff und Kohlenstoffdioxyd freigesetzt. Experten glauben, dass in Europa jährlich etwa 50000 Menschen aus diesem Grund frühzeitig sterben. Außerdem muss das Schweröl, wenn es an/von Bord gepumpt wird auf 60 Grad Celsius erhitzt werden. Es gibt natürlich eine Alternative zum Schweröl, den sogenannten Marine Diesel. Dieser Treibstoff ist ungefähr vergleichbar mit dem Treibstoff eines Autos. Allerdings ist er um ein Drittel teurer als das billige Schweröl, deshalb gibt es noch kein Kreuzfahrtschiff, welches mit Marine Diesel fährt. Das umweltfreundlichste Schiff Europas ist die MS Europa 2, welches trotzdem eine Drecksschleuder ist. Allerdings tritt 2020 Ein Gesetz in Kraft. Dieses untersagt Kreuzfahrtschiffen die Verbrennung von Schweröl. Doch bis dahin können die Luxusliner noch Hunderttausende Tonnen Schweröl verbrennen.